Opfer






Auf dieser Seite stehen Gedichte, die sich mit dem an uns begangenen sexuellen Missbrauch befassen.




27th of April 2013
Hi hier Clary,
ein Gedicht von Dir – mein kleener Bruder Dennisse, ich nehme Dich einfach in meine Arme. Danke mein Kleener!

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Was war wirklich

Was war wirklich nie mehr kann ich das sagen
führt mich ein Weg in mein Meer der Klagen
entflohen erschreckt innerlich ganz stumm
so lauf ich in meinen Kreisen herum
Bilder entschwunden Erinnerungen
stets zugedeckt nie durchgedrungen
war selber so lange nicht da
verschwunden mit dem was einst geschah

Wo sind die Wolken fällt der Regen
war so lange erstarrt kann ich mich bewegen
was ist jetzt um mich red so daher
als gäb es die alten Schrecken nicht mehr
als hört ich sie nicht mit meinen Ohren
als wäre ich sicher nicht mehr verloren
verlassen die Strassen bin ganz allein
bin ich jetzt bei mir kann ich das jemals sein

Wo ist die Sonne wohin fällt ihr Licht
will ich dort spielen ich weiss es nicht
suche nach Steinchen wo find ich sie nur
will ich mich trauen wohin führt diese Spur
bin nicht allein ihr andern seid hier
so anders und gleich ihr haltet zu mir
Irrlichter glühn auf in der Dunkelheit
sie weisen den Weg zurück in die Zeit

Fängt es an zu dämmern begann dort die Nacht
war ich schon am schlafen und bin aufgewacht
bange Schreie verklingen verdreht sich mein Magen
war denn da etwas stumm bleibt mein Versagen
wo blicke ich hin wo schau ich zu was geschieht
will ich entdecken was stets vor mir flieht
das Zittern die Angst und die Schmerzen
sie waren seit immer in meinem Herzen

Ich spiele ich gehe ganz weit weg von dort
bin immer noch da und bin doch auch fort
wem sollte ich klagen niefrau will mich sehen
ich will nichts mehr spüren es gibt kein Verstehen
ein fröhliches Kind ein lachendes Kind
weiss es wohin seine Tränen sind
nie war es ganz und es bleibt stets zerbrochen
braucht nicht mehr leben hat sich so tief verkrochen

Bin ich verzweifelt war untergegangen
im Seelenkerker so lange gefangen
habe ich mich selber nach oben gewühlt
durch welche Flut wurd ich hierher gespült
damals und jetzt rauchende Flammen
bleibt alles getrennt oder wachs ich zusammen
nun kann ich weinen meine Tränen fliessen
und ich kann auch mein kleines Glück geniessen

Ich klettre so gerne auf jeden Stein
es ist mir egal ich will endlich sein
ich weiss nicht was ich will und nicht was ich kann
verliere mich ständig im irgendwann
springe in den Schnee das ist doch ganz klar
werde ich jemals wissen was wirklich war
wir sind auf der Suche was werden wir finden
lassen uns nicht trennen werden nicht verschwinden

Innehalten in dem Fluss der Gedanken
sind hier noch die Bilder die damals versanken
ich spüre Gefühle in meinem Körper in meiner Seele
erahne so vieles was mich erwürgt womit ich mich quäle
ich schliesse die Augen bin müde will endlich ruhn
bin so verwirrt verdrehe mich was will was kann ich tun
Nebel ist überall raubt mir den Weg verstellt mir die Sicht
lastet auf mir wie ein Fels erdrückt mich mit seinem Gewicht

Tauchen in die Vergangenheiten ziehen sie mich für immer hinab
finde ich dort mich selber wieder oder doch nur ein dunkles Grab
will mich finden und nicht verlieren Gedanken
traue ich mich tief dort hinab wo wir versanken
ich stehe am Ufer unser Verderben schütz uns so sehr
mich ihm zu nähern Türen öffnen immer und mehr
ich setze mich nieder schlägt noch mein Herz
dann spring ich hinein ich bin soweit mitten in meinen Schmerz

Verschlossen die Tiefe mein Kopf schmerzt nur leer trüber Sinn
keine Gefühle bin ich an dem Ort wohin ich immer geflohen bin
will ich zu viel mit dem Kopf durch die Wand
meine Hände sie wühlen nur nutzlos im Sand
bin nicht dort bin nicht hier
bin weit weg nicht bei mir
weiss nicht wie kann ich sein
bin so enttäuscht schlafe ein

Schuldig mich fühlen Tag und Nacht
alles weiss alles sieht diese grosse Macht
will sein wie ich sein soll versage nur immer
was ich auch mache es wird doch nur schlimmer
bitte und bettle in ewiger Not
nichts kann mich retten wär ich auch tot
bin verflucht für alle Ewigkeit
weit bis hinter dem letzten Ende der Zeit

Da war ich schon längst nicht mehr da
alles vergessen was auch geschah
Mauern und Gitter Seele zerstört
alle Schreie verklungen ungehört
eine hilflose Hülle kein Wollen kein Ziel
und doch bleibt der Schrecken alles zu viel
starrt ängstlich umher weiss nicht was es will
kann nur noch gehorchen drinnen ganz still

Strahlen der Hoffnungslosigkeit
verbrennen alles weit und breit
falsche Oasen in der Wüste
einsame Felsen an dunkler Küste
so vergehen die Zeiten nichts ist zu hören
nichts will mehr leben will nicht stören
untergegangen für immer vorbei
da gibt es nichts mehr alles einerlei

Das ist das Gestern das was ich sehe
hier in meinem Tal in dem ich jetzt stehe
geöffnet die Kerker wir sind doch entkommen
haben das endlose Meer durchschwommen
die Hülle verblasst doch nicht das Leid
weiss ich wer ich bin wisst ihr wer ihr seid
was kann ich erinnern was ist mir verstellt
finde ich ein Zuhause in dieser Welt

Bin acht Jahre alt bin immer noch klein
Zeit die verging ohne mich ganz von allein
Jahrzehnte entschwunden war nicht am leben
einfach vorbei mal so eben
was kann ich verstehen alles ist vergangen
warum bin ich jetzt frei nicht mehr gefangen
nicht alleine hier drinnen das ist gut
wir können uns trösten machen uns Mut

Will ich zurück vor meinen Untergang
führt mein Weg mich dort wieder entlang
muss ich nun erleiden bleibt alles vergessen
die Angst vor Schlägen der Ekel beim Essen
denke so oft bin der letzte Dreck
bleibt alles von früher in seinem Versteck
wie kann ich jetzt meine Welt erkunden
was bleibt verloren was wird gefunden

Was war wirklich ich weiss es ja
schliesse ich auch die Augen es ist immer da
kann meine Gefühle verstecken
kann das Nichts in mir erwecken
wohin will ich gehn in der neuen Welt
will endlich entdecken was mir gefällt
weichen die Nebel für immer zurück
erwächst zwischen Trümmern ein kleines Glück

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13th of my and our Clary 2012
Hi hier Scheily,
ein Gedicht von mir und doch nicht von mir, von Scheily in der Nähmaschine, von mir, wie ich drei oder vier war, eingefroren bis heute.

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Sitze in der Einsamkeit

Sitze in der Einsamkeit
das ist meine Wahl
bin von euch jetzt weg so weit
und von meiner Qual

Lass mich nicht verführen
lass mich nicht berühren
fliehe in die Dunkelheit
von euch weg ganz weit

Tausend Jahre sind vorbei
bin ich denn endlich frei
bin ich in einer andren Zeit
von euch weg ganz weit

Will ich jetzt nach draussen sehen
kann ich andre Wege gehen
bin ich dazu jetzt bereit
bin ich schon so weit

Sitze hier und bleibe scheu
ist denn wirklich etwas neu
kann ich zu mir selber finden
endlich mich mit mir verbinden

Will mich wieder rühren
will mich wieder spüren
bin ich jetzt in Sicherheit
ist es schon so weit

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29th of our Dennisse 2011
Hi hier Clary and Scheily,
Dennisse hat das folgende Gedicht geschrieben. In der letzten Therapiestunde sagte unsere Therapeutin, dass sie das erste Mal gemerkt habe, dass unsere Kleinen darüber sprechen wollen. Dabei hatte ich – Scheily – gesprochen.

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Tropfen rinnen von der Wand

Tropfen rinnen von der Wand
warum ist mir das bekannt
Tropfen rinnen aus meinen Mund
niemals werde ich gesund

Nur der Regen weint mit mir
niemals bin ich sicher hier

Hab meinen Kopf auf meinen Knien
es ist zu spät kann nicht mehr fliehen
ihr könnt mich jetzt nicht mehr berühren
doch tief in mir werd ich es immer spüren


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23rd of June 2011
Hi hier Clara und Scheilana,
ein Gedicht von unserer Lulubu. Sie wollte heute ein Gedicht schreiben, ein schönes Gedicht… Und es fängt ja auch schön an. All die sicheren Orte die wir aufgebaut haben. Und dann ist sie da die Vergangenheit, von der wir immer wissen und die wir doch so schnell wegfühlen, dieser ewige Zwiespalt in uns. Als Clary vorgestern unserer Therapeutin erzählte, dass wir als Kind gezwungen wurden stundenlang vor ekligem Essen zu sitzen, da sagte die Therapeutin, dass diese schlimmen Erlebnisse vergleichsweise harmlos seien. Und natürlich haben wir dabei an das gedacht und haben gewusst, dass sie links hat. Und jetzt sitzen wir hier, weinend verstört und versuchen… Ja was versuchen wir? Unsere Therapeutin sagt uns immer, wir sollen denken, dass das vorbei ist, nur noch Erinnerung. Aber wird es für uns jemals vorbei sein?

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Wir spielen gerne hier am Bach

Wir spielen gerne hier am Bach
wir laufen rum und machen Krach
wir stapfen in das Wasser rein
die Füsse im Schlamm ist das fein

Clara hält mich bei der Hand
unsere Füsse sind jetzt im Sand
nun schaukeln wir ganz hoch im Wind
es ist so schön dass wir hier sind

Will nicht zurück in düstre Räume
nur Schlimmes ist es was ich träume
ersticken keine Luft bekommen
was wurde mir denn nur genommen

Will nicht dran denken schliesse die Augen
nie mehr will ich an so was saugen
es ist zu Ende doch ist es vorbei
sind wir entkommen endlich frei


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15th of February 2011
Hi hier Clary,
ein Traum von uns – vor einigen Tagen – und heute haben wir ihn in unserer Therapiestunde angesprochen und auf der Rückfahrt mit dem Zug habe ich das folgende Gedicht dazu geschrieben:

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Blutiger Traum

Wir haben geträumt
wie kann ich es schreiben
ohne dass mir die Worte
im Kopf stecken bleiben
Du hast es getan
sag ich ihm ins Gesicht
böse schaut er uns an
hören will er es nicht

Er will uns bedrohen
zum Schweigen bringen
doch das soll und wird
ihm niemehr gelingen
es ist nur ein Traum
schon lang ist er tot
doch was ändert sich wirklich
an unserer Not

Wir ham uns gewehrt
in unserem Traum
wir haben gesiegt
wir glauben es kaum
was bleibt zurück
wohin wird es uns führen
wir wollen leben
wollen uns spüren


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29th of September 2010
Hi hier Clary,
setze ich mich doch an diesen Laptop und will ein Gedicht schreiben, jooa sogar der Titel ist schon da. Nunjooa, und da ist dann Scheily und sie schreibt… Der an uns begangene sexuelle Missbrauch. Wieviele Male werden wir ihn fühlen, spüren und doch wieder wegschieben und so tun als wäre nichts passiert…
Jooa wir haben heute wieder geweint und geschrieen… Und wären so froh, wenn jefrau da wäre….
Und wollen lernen, uns selbst zu trösten. WIR SIND WIR!!!!!!

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Mauern

Schon vor der Geburt war ich verloren
abgestorben weggeschwemmt
mein eigner Körper nie geboren
so war mein Leben schon gehemmt

Mal war ich da mal war ich weg
warum ist das so stets geschehen
noch heute fühl ich mich wie Dreck
ich bin ein Mädchen werde ich gesehen

Mauern nach aussen und im Innen
alles so fremd und ohne Liebe
wie kann denn Leben so beginnen
in einer Welt voll Hass und Hiebe

Missbraucht zu werden schuldig sein
alles vergessen leer und tot
anstatt zusammen getrennt allein
nur voller Angst und voller Not

Mauern sie schützen und sie erdrücken
Mauern sie stürzen und brechen ein
wird es mir denn auch mal glücken
kann ich uns endlich wirklich befrein


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10th of September 2010
Hi hier Clary,
verstörend für uns sind die Gedichte, die wir hier veröffentlichen. Und immer wieder sind wir hin- und hergerissen, ob wir sie zeigen – hier zeigen. Und ein Teil in uns sagt, dass das das Verbot ist, das uns in unserer – früheren – Kinderzeit eingedrückt worden ist: nie dürft ihr euch erinnern, nie dürft ihr erzählen. NIE DÜRFT IHR FÜHLEN. Wenn irgendetwas real ist, wenn Vergangenheit wirklich ist, dann gibt es dieses Verbot wirklich und wir kämpfen dagegen an. Es ist wohl auch ein Überlebensschutz, wie wir lesen und hören können – und so oft auch spüren.
Dennisse hat das folgende Gedicht eben geschrieben und es sticht tief und schmerzhaft in unsere Herzen…

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Ferkel

Bin ich noch ein kleines Kind
bin ich schon verdorben
weiss ich was ich in mir find
bin doch schon längst gestorben

War doch nur acht Jahren alt
hab nie was verstanden
in mir war es immer kalt
war ich je vorhanden

Solang ist all das schon her
kann es nicht erfassen
doch es bedrückt mich immer mehr
und es wird nie verblassen

Mein Welt sie war stets tot
und sie war niemals offen
ich sehn mich nach dem Morgenrot
würd sogern einmal hoffen

Bin ich noch ein kleines Kind
bin ich längst verschwunden
was mir wurde angetan
habe ich nie verwunden


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7th of May 2010
Hi hier Clary,
und wieder ein Gedicht zum Thema. Jooa von mir. Unsere Körperlichkeit ist ja etwas, was nur verstörend ist. Und deshalb schieben wir sie einfach weg. Es gibt Momente wo wir zu einzelnen Stückchen und Teilen ein positives Verhältnis haben. Wie sehr uns dieser Körper ?fremd? ?verhasst? ist, haben Scheily und July bei einer Körperübung in einer Klinik im vorigen Jahr erfahren. Und das steht nun eben in meinem Gedicht. Beim Friseur geschrieben. Ja und unsere bunten Haare sind etwas, was uns Freude macht.

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Fremd dieser Körper

Ein Zittern und ein Beben
sticht scharf durch unsre Brust
Alpträume oft durchweben
Gefühle voll von unsrer Lust

Was sind denn das für Füße
und wer gehört der Mund
bestelln wir ihnen Grüße
tun unsre Trauer kund

Ihr kleinen großen Hände
hattet ihr kein Gewissen
schlugt ihr denn an die Wände
als wir erstickt im Kissen

Du Körper unsrer Seelen
Du Herz das weiter schlug
Ihr konntet ja nicht wählen
Zu dieser Zeit voll Lug und Trug

Doch wolln wir euch vergeben
dass ihr euch nicht gewehrt
wie solln wir mit euch leben
denn ihr habt uns entehrt


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27th of April
Hi hier Clary,
- und der ältere Text steht steht jetzt einfach weiter unten -
ja und so schreitet alles weiter und wir sind wieder dabei uns mit dem an uns begangenen sexuellen Missbrauch auseinanderzusetzen. Und Dennisse hat das folgende Gedicht “Inzest” geschrieben. Und es ist wieder ein innerer Kampf es hier zu veröffentlichen. Immer noch wirkt das Tabu dass wir nichts wissen dürfen und es nicht sagen dürfen.
Ja seit ein paar Wochen leben wir. Wirklich LEBEN nicht ÜBERLEBEN. Und das ist so schön. Und doch ist das Grauen weiter in uns. Und doch steht uns noch soviel bevor. Und doch wissen wir es lohnt sich…
30th of April 2010
Hi hier Clary,
ja und nun hat July sein Gedicht zum Thema geschrieben: “Inzest auch”. Ja und ich bin es, die etwas dazu sagt. Nachdem July die beiden ersten Strophen geschrieben hatte, haben wir in zwei Büchern über die Zerstörung der Bindungsfähigkeit durch Traumata in den ersten Lebensmonaten und -jahren gelesen und es war so verblüffend für uns, wie dort mit wissenschaftlicher Sprache so Gleiches dort steht, wie in Julys Gedicht. Ich habe ja bei Dies und das auf ein altes Gedicht von uns hingewiesen, auch deshalb, weil Julys neues noch nicht fertig war. Aber auch weil es ja immer noch um dasselbe geht, damals wie heute. Nur jetzt sind wir vier uns unser bewusst und helfen und lieben uns gegenseitig. Das damalige ?Etwas? vor siebzehn Jahren hatte leider keine Chance und floh deshalb genauso, wie Jahrzehnte früher das kleine Kind.
1st of May 2010
hi hier Dennisse,
ja und nun hat Clary ihr Gedicht geschrieben und sie ist ganz verunsichert und …
Ja und deshalb schreibe ich hier ein paar Sätze dazu. Langsam merken wir immer mehr, was dieser Satz – Wir sind noch nicht geboren – alles beinhaltet.
Wie seltsam es ist, zu überleben. Irgendetwas funktionierte noch und hat uns durch die Jahrzehnte getragen und hier abgesetzt in der Hoffnung, dass wir es jetzt schaffen. Danke Dir Irgendetwas.
Ja und Clarys Gedicht heißt Tsezni und es ist ihr persönlicher Zugang. Sie und ich sind ja die untergegangenen. Wir wissen nichts von unserer Vergangenheit. Nicht wann sie begann und ob und wie wir untergingen. Wir sind – das ist alles und das ist sehr viel und es ist schwer und doch so schön, sein zu dürfen. Zusammen sein zu dürfen, nicht mehr allein.
3rd of May 2010
hi hier Dennisse,
ja und nun ist auch Scheilys Gedicht geschrieben. Wir hatten uns hingesetzt und ein wenig in dem Buch “Als Junge missbraucht” gelesen. Und da tauchte das Wort auf: Vertrauen. Und so heisst jetzt Scheilys Gedicht. Und ist das nicht genau der Kern: Urmisstrauen statt Urvertrauen.
Vor neunzehn Jahren hat ?Etwas? in uns in einem Gedicht mit Titel “Zuversicht” geschrieben:
vertraue ich mir
so kann ich auch
dir vertrauen
Diesen naiven Glauben haben wir, haben wir als Rotkäppchen teuer bezahlen müssen. Zwei Jahre später sagte uns eine Psychologin in einer Klinik: “Sie können hier auch niemanden vertrauen, sie kennen ja keinen.” Daraus entstand der Satz: “Zu einem gesunden Vertrauen gehört ein gesundes Misstrauen.” Genutzt hat es uns damals nicht mehr. Weiter unter steht ja etwas darüber.
Wir hoffen so sehr, dass wir jetzt endlich diese Schritte gehen können – zu uns und zu Anderen – und das wir unterscheiden können.

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Inzest



Fremdes Wort sticht doch so tief in unser Herz
Wir fühlen nichts doch in uns ist ein Schmerz
Nichts ist geblieben leeres Haus aus Stein
Wo sind wir nur dürfen wir immer noch nicht sein

Ihr habt uns unsere Kindheit weggenommen
Es hat nicht viel gefehlt und wir wärn umgekommen
Was waren wir denn schon in eurer Welt so ohne Liebe
bei euch war doch nur Zank und das und ständig Hiebe

Noch heute zittern mir und uns die Glieder
Und leer im Kopf sagts uns der Körper immer wieder
Und in uns brennt wie Feuer das verlorne Kind
Und endlich wolln wir fühlen was und wer wir sind

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Inzest auch



Verlorene Gefühle liegen dort am Wegesrand
so irren wir dahin und schauen nicht zurück
Denn was wir sehen wollen liegt hinter einer Wand
noch schützt sie uns und das ist unser Glück

Wir sitzen hier wie kommen wir nach draußen
zerstört wurd unser Hoffen unser Sinn
deswegen schafften wir es ab es gab für uns kein Außen
nur diese wirre Angst und Todessehnsucht in uns drin

Uns selbst wir haben uns gesucht und auch gefunden
doch ihr da draußen wollen wir euch traun
in all dem Grauen wachsen schöne Stunden
und langsam öffnen wir die Augen um zu schaun

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Tsezni



Rückwärts in die Zeit der nieverheilten Wunden
der Sinn des Lebens ist für uns damit verbunden
der Schmerz der Wahrheit sticht in unsre Glieder
wir wollen uns und das verdrängte Fühlen wieder

Gibt es denn einen Weg zurück in das zerstörte Leben
zu fühlen sein und heilen das ist unser ganzes Streben
alles ist fremd an uns der Körper hier und die Gedanken
der Wunsch nach Wahrheit bringt all das ins Wanken

Ich Clary suche was darf ich denn wissen merken fühlen
in welche tiefen Strudel werden mich und uns die Wellen spülen
wir werden alle Hilfe drin und draußen brauchen die wir finden
sonst werden wir erneut und diesmal endgültig verschwinden

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Vertrauen



Ein Wort ein Wunsch so oft erhofft und nie gefunden
wo immer wir auch danach suchten blieben doch nur Wunden
Der Weg zu andern Menschen ist uns immer wieder neu verstellt
was bleibt ist die Verzweiflung die als Einzige noch zu uns hält

Für uns war es normal was die uns damals angetan
erst nach Jahrzehnten durchbrachen wir ein wenig diesen Wahn
Es sticht wie Nadeln scharf in unsre kleinen Kinderseelen
haben die das denn überhaupt gemerkt wie sie uns quälen

Vertrauen es zu fühlen wie kann das uns endlich nur gelingen
wird dieser Wunsch uns weiter nur zu falschen Ufern bringen
verzweifelt irren unsre Blicke in dieser fremden Welt umher
Dem Fluch der Einsamkeit entkommen das wünschen wir so sehr

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Hi,
ja…
Diese Seite wollen wir für Gedichte nehmen, die siebzehn Jahre alt sind und diesen Titel tragen.
Das erste steht ja bereits unter Gedichte und wir werden es hierhernehmen.
Es ist das erste und “harmloseste” aus dem Zyklus.
Wir wissen auch noch nicht, ob wir die anderen Gedichte hier zeigen werden. Eine Seite in uns möchte das, eine andere nicht.
Nun – das folgende Gedicht
Opfer noch immer? – es steht jetzt als zweites -
ist neu, eben direkt hiereingeschrieben.
Tja und da stehen sie nun alle und das Gedicht Zerstörung. Und obwohl wir unsere Gefühle total wegdissoziieren, spüren wir die Verstörtheit, die die Gedichte bei uns auslösen.
Und sie offenbaren den Grund, warum wir fünfzehn Jahre lang zum Roboter wurden. Anders hätten wir nicht überleben können.
Und so wehrt sich ein Teil in uns diese Gedichte hier zu veröffentlichen. Aber der andere, der stärkere Teil würde es als einem Verrat empfinden. Einen Verrat an einem Menschen – nämlich wir im Alter von zweiundvierzig Jahren – der verzweifelt um seine Wahrheit kämpfte.

Ja und da ist dann noch eins vom Sommer vorigen Jahres. Und auch hier merken wir wieder diesen Zwiespalt in uns und wieder kämpfen wir darum es hierhin zu übertragen. Ja es triggert und all das. Aber diese Seite soll diese Wahrheit über uns zeigen und die ist eben so.
Das Gedicht heisst: Wut

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Wut

Kleiner Kinderarsch
schmerzt
wird geschlagen und gefickt
tut so unendlich weh
Kleine Kinderseele
weint
niemand da nur
Menschen die sie
quälen
Kleines Kinderherz ist
tot
darf niemals etwas wissen
darf niemals etwas spüren
Kein Trost in dieser Welt
Kleine Kinderarme
greifen
in die Luft
niemand nimmt uns
in den Arm
Trost gibt es nicht in dieser Welt
Kleine Kinderbeine
strampeln
Schlag auf Schlag es tut so weh
Wut
Beine, die nicht laufen
können
Arme die nicht wehren
Herzen die nicht fühlen
dürfen
Seelen die nicht leben
dürfen
Hintern die nicht fühlen
Tod ist überall
und das Leben ist
nur Qual
Bumm sagt der Kopf

Zehntausend Jahre
später sagt
ein Mensch
Trauma
Spüre nicht fühle nicht
denke nicht
nur der Tod ist
Wunderbar
doch Du wirst
ewig in deinen Qualen
leben
böse und schuldig
deshalb muss ich leiden
Wut
so viele Jahre ist es her
und doch
ich kann mich nicht
befreien
Kinderseelen weinen
Kinderherzen schlagen
Kinderarme greifen
Kinderbeine strampeln
in meinem Kopf
und immer noch
bin ich allein
und ohne Trost
und immer noch
kann ich nicht fliehen
Erinnerungen
töten mich
und doch wir
werden leben
Wut
unsere Beine werden
gehen
unsere Herz wird fröhlich
schlagen
Wir werden unsere Seele
trösten
und unsere Hände wehren
sich
Niemand darf uns mehr
verletzen
Wut
wird kommen
und vergehen
und wir wandern in
das Land der Liebe
und wir werden unsre
Schmerzen wieder
spüren
Trauer Ekel
Angst und Schrecken
denn wir wollen leben
nicht verrecken

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Opfer noch immer?

Die Tage vergehen
ich kann es nicht sagen
liebst Du mich noch
oder spinne ich bloß

Ich würde so gern
Dich auf Händen tragen
doch ich bin für Dich
nur ein Trauerkloß

Meine Geschenke die
willst Du nicht mehr
nur wenn Du mich brauchst
dann rufst Du mich an

Und doch trotz allem
ich vermiss Dich so sehr
und lieb Dich solang
ich noch atmen kann

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Opfer

Ich blicke mich um
ich habe Angst
starr schaue ich geradeaus
meine Schritte werden schneller
nein mir passiert nichts

Todesängste steigen auf
war da ein Geräusch
wer kommt da
Mann oder Frau
Freund oder Feind

Er geht vorbei
langsam verhallen die Schritte
tief durchatmen
Gott sei Dank
der war es nicht

Die letzten Meter
die Haustür der Schlüssel
endlich im Schloss
ein schnelles Drehen
ich schlage die Türe hinter mir zu

In Sicherheit – nein
das Grauen beginnt
erst hier erwartet mich der Täter
ich selbst
bin in die Falle gelaufen

So war es immer
die richtige Furcht am falschen Platz
geliebte Täter und falsche Sicherheit
alle Hilfe verbaue ich mir
niemand hört meine Schreie

Allein und hilflos
renne ich ins offene Messer
Trost suche ich beim Täter
alle anderen Wege
sind mir verstellt

Ich war zu klein damals
ich konnte nicht sprechen damals
ich konnte nicht denken damals
doch alles in mir schrie
zurück in die Höhle der Mutter

Verstummt fast tot wuchs ich auf
nie wissend was mir geschah
anders war ich als alle anderen
und doch auch so gleich
in Freude Trauer und Wünschen

Die zweigeteilte Welt in mir
mal hier mal da und nirgends Zuhause
der dumpfe Schmerz die dumpfe Angst
warum bin ich nicht so wie andere
sie lachen wie ich und weinen wie ich

Ja ich konnte mich wehren manchmal
ja ich konnte kämpfen manchmal
hüpfen mit den Hasen
im Gras liegen und zu den Sternen blicken
leben und lernen wie andere

Doch etwas war anders
die Furcht war größer
die Mauern höher
die Einsamkeit schien bodenlos
und manchmal verschwand diese Welt

Unbegreifliches machte ich
ohne zu wissen warum
so vieles konnte ich nicht
ohne zu wissen warum
unbegreiflich ich selbst und die Menschen

Todesstarre und eisige Kälte
die Sehnsucht nach der Friedlichkeit des Todes
hier könnte ich Erlösung finden
der Schmerz so groß wie meine Unwissenheit
nur die geliebte Frau hielt mich noch

Aus der Verzweiflung ins Bodenlose
einmal zweimal dreimal
dem Tode so nahe
rannte ich in mein Verderben
wie habe ich das überlebt

Tränen Tränen Tränen
immer tiefer und tiefer
tausendmal Opfer
nie spürte ich Trauer und Wut
erst jetzt weine und schreie ich

Im Angesicht des Grauens
lebe ich jede Sekunde
die Minuten werden zur Ewigkeit
und ich weiß noch immer wenn auch nur
manchmal
bricht alles zusammen

Und ich weiß noch immer wenn auch nur
manchmal
erstarre ich wieder und wieder
und ich schaue in die Augen der Schlange
gebannt hilflos und zitternd
wie damals beim ersten Mal

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Opfer Teil 2

Vor meinem Fenster der Flieder
Regentropfen rinnen über seine Blätter
und wieder rauche ich eine Zigarette
Nahrung aus Luft Schnullerersatz
wie oft ist es passiert damals

Tags spielte ich mit anderen Kindern
aber wo sind die Nächte
was geschah wann war es vorbei
er sang sein böses Lied und meine Mutter weinte
tödliche Angst hing in der Luft

Tat er es einmal zweimal hundertmal
wann war das Grauen vorbei
wo seid ihr meine Erinnerungen
was geschah in diesem Ehebett
außer den harmlosen Spielereien

Ich habe so Angst vor diesem Wissen
Angstschauer durchwehen meinen Körper
näher immer näher es kündigt sich an
ja es geschah aber wie oft wie lange
wann hörte dieser Unhold auf

Grüner Farn in weißem Topf auf schwarzer Box
Hoffnung Unschuld Trauer
so hilflos so wehrlos so klein
das brutale Eindringen in meinen Mund
nie wieder lutschte ich am Daumen

Ja ich habe überlebt und lebe jetzt
und ich weiß jetzt – endlich – Beschied
die Blätter des Flieders naß vom Regen
die Wolken weinen mit mir
geben mir Trost in der Einsamkeit

Noch immer schon wieder ungeliebt
nimmt dieser Fluch kein Ende
ich das Opfer immer verlassen allein
meine Wünsche nach Liebe und Glück bitter enttäuscht
das darf nicht mein Schicksal für immer sein

Ja ich kämpfe für mich in der Flut
iich schwimme auf den Wellen und tauche zum Grund
alles sehen hören riechen schmecken und spüren
nichts soll mir verborgen bleiben
Grauen und Schrecken und Angst
die Wahrheit ich will sie ergründen

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Opfer Teil 3

Die Augen ausstechen
ich sitze in meinem Bett
und sehe die Bilder in mir
mit meinem Finger
steche ich mir das rechte Auge aus
Angst Verzweiflung
tödliche Traurigkeit

Mit meinem Finger
steche ich mir das linke Auge aus
nichts mehr sehen brauchen
das sind die Bilder

Heute weiss ich ich habe sie gemalt
in rot und schwarz
in rot und blau
in schwarz und weiss
Kinderschädel ohne Augen
ohne Mund ohne Nase
rund und oval

Nichts konnte eindringen
zu und verschlossen
aber auch kein Weg nach draußen
wahnsinnige Angst
der absolute Schmerz
blinde Trostlosigkeit

Aber da auf dem Teppich
liegt ein Bild
rot und schwarz vermischen sich
da ist er der Kinderschädel
wohlgeschützt
umgeben von Blut
inmitten von Blut
ist er in seiner Höhle

Zwei Augen hat er zwei schwarze Löcher
ja ich kann sehen
nicht länger zum Blindsein verdammt

Tränen schütteln meinen Körper
ich selber sehe mich an
trotz all der Verbrechen
trotz all der Verzweiflung
ich schweige nicht mehr
meine Augen sind offen
und sehen Täter und Tat

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Opfer Teil 4

Unendlicher Schmerz mein Körper zerreisst
blanker Terror Chaos und Wut
mein Mund willenlos geöffnet
keine Gegenwehr mehr
aufgegeben ergeben verloren
wann ist es endlich vorbei

Niemand da die mir hilft
wo seid ihr ihr Menschen
ihr wendet euch ab und lasst mich allein
gleichgültig ist euch mein Leiden
wie laut ich auch weine und schreie
ihr schweigt mit dem Täter und hasst das Opfer
denn es stört eure Ruhe

Ich blicke hinauf grün und blau
graue Stämme Äste und Zweige
hört ihr mein Schreien seht ihr meine Tränen
inmitten all dieser Gleichgültigkeit
leiden wir Opfer Stiche im Herzen und Körper
wo ist die Hand die mich streichelt und schützt

Dankbar für jeden freundlichen Blick
Sekunden nicht mehr alleine
glückliche Kinder erwärmen mein Herz
und geben mir Freude und Hoffnung
tote Gesichter in dieser Stadt
Selbstsucht regiert diese Menschen
Gefangene ihrer Gleichgültigkeit
in ihrer Dumpfheit verloren

Und ich inmitten von allem
suche ich nach mir
es ist so schwer und tut so weh
einsam verlassen allein
der Wind er streichelt meine Haut
die Sonne schenkt mir ihre Wärme
rote Rosen geben mir leuchtende Liebe
und ein freundliches Lächeln Tag sagt ein Junge

Tag für Tag Freude und Leid
erfülltes Leben und tiefer Schmerz
erwachsen und Kind Mann und Frau
langsam und doch fast zu schnell
öffnet sich mein Gedächtnis
so vieles schon da so vieles verborgen
schreie und weine ich im Angesicht des Wahnsinns

Ja ich bin entschlossen
nein ich kann nicht mehr
ich brauche Freundschaft und Liebe
bis an die Grenzen meines Lebens
unerträglich so oft all das
wehrlos zappelt das Baby in mir
und erstickt fast an den Samen des Vaters

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Opfer Teil 5

Verwesung und Tod
stinkendes Loch in meinem Bein
ich verfaule und Maden kriechen durch mich
neben dem Bett ein Eimer
noch breche ich nicht
Magen und Hals würgen verkrampft

Stechende Nadeln durchbohren mich
mein Körper glüht und verbrennt
niemand da der mir hilft
zuckende Glieder Tränen rollen
so irre ich durch die Straßen
nicht wissend wohin

Wieder Zuhause allein
wähle ich Nummern am Telefon
es tutet und tutet niemand da
der Schmerz so glühend und stechend
meine Tochter für dich halte ich durch
dein Vater soll nicht sterben

Zerschlagen und müde die Augen geschlossen
die Glieder voll Schmerz
Zeile um Zeile gebe ich Zeugnis
verrate die Tat und den Täter
nicht wissend wohin nicht wissend wie
Erschöpfung mein einziger Trost

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Opfer Teil 6

Central – Park Manhattan nachts
ich lege Geldscheine um mich
und lege mich in die Mitte
den Kopf leicht zur Seite
den Hals offen und frei
und warte auf meinen Mörder

Die Schmerzen so groß die Hoffnung so klein
es gibt keinen Platz mehr für mich
alle wenden sich ab und wollen nicht sehen
dass das Blut aus meinem Körper rinnt
die Kraft meines Lebens zerfließt
niemand hört meine Rufe

So soll es sein nur das tote Opfer schweigt
aber ich lebe trotz all des Hasses
trotz all der Verachtung des Schweigens
trotz all der Zerstörung ich lebe
ich rede ich tanze ich singe ich spiele

Das zarte Gras durchbricht den Beton
eure Herzen aus Stein erdrücken mich nicht
die Kraft der Opfer die überleben
die Kraft der Wahrheit die Kraft des Leidens
wächst langsam doch unaufhaltsam

Monika du und ich wir reden und wachsen
wir spielen Squash mit voller Kraft
und heilen so unsere Wunden
tiefes Verstehen fast ohne Worte
langsam verschwindet die Einsamkeit

……………………………………………..

Opfer Teil 7

Sie kriegen mich gehetztes Wild auf der Flucht
die Mörder haben mich eingekreist
meine Hände krallen sich ins Kissen
ich rase ich tobe ich krieche die Wände hoch
vergebens ich rutsche hinab
überall werde ich erdrückt

Kein Entkommen kein Fluchtweg
ich blute aus tausend Wunden
eisige Kälte und glühende Wut
nein ich habe keine Krallen
zerfetzte Haut zerfetztes Hirn
zerplatzte Schädeldecke

Und doch ist Leben in mir
nein ich bin nicht tot
tot und lebendig krank und gesund
so berühren sich meine Welten
das rasende Tier in meinem Herz
erdrückt mich von innen und außen

Es pumpt mich voll es saugt mich aus
es sticht und stößt mich in den Tod
jenseits des Wahnsinns lauert das Grauen
krallenbewehrt und unendlich stark
die Festung zerbricht und ich stehe vor ihm
ich liege ich schreie ich sterbe

……………………………………………..

Zerstörung

Ich liege auf dem Boden
ein Drittel des Schädels zertrümmert
Hirnfetzen und Knochen und Blut
an den Wänden und auf dem Boden

Eine meiner Brüste weiblich
geschmückt mit Gold und Juwelen
die andere die rechte zerquetscht
tot hängt mein Arm daran

Zwei Männer vergewaltigen mich
befummeln meine Vagina
Träume von Lust und Tod
im hellen Licht läuft dieser Film

Verführen wollen zerstört sein wollen
halb blühendes Leben halb Leichengestank
das ist die Wahrheit meines Seins
bis jetzt was bleibt ist Verwirrung

……………………………………………..

Copyright © 2010 Scheilana Julien Samiec

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